Kategorie: Vegetarische Gerichte

Willkommen in der bunten Welt der fleischlosen Verheißung – wo Zucchini regieren, Tofu manchmal die Konsistenz eines Radiergummis hat und Linsen als proteinreiche Helden gefeiert werden.
Die vegetarischen Gerichte der Mensa sind ein täglicher Beweis dafür, dass man mit Kreativität, Gewürzen (optional) und einem Schöpflöffel erstaunlich vieles „schmackhaft“ machen kann.
Hier treffen Nachhaltigkeit auf Studentenbudget und gelegentlich sogar Geschmack.

  • Samosas – gefüllte Teigtaschen auf indischem Salat mit Joghurt-Dip

    € 4,10  |  5,95  |  7,80 | 21.05.2025


    Heute in der Mensa:

    „Erasmus in Indien, aber Salat hat den Flug verpasst.”

    Eine bunte Mischung aus Straßenimbiss-Charme und Mensa-Magie

    Fünf goldbraune Samosas lagen da wie frisch aus dem Semester in Neu-Delhi zurückgekehrt. 

    Die Samosas kamen knusprig daher mit einer würzigen Füllung, die so viel Charakter hatte, dass ich kurz überlegt habe, sie in meine Lerngruppe aufzunehmen.

    Mit jedem Biss ein kleines Bollywood-Musical auf der Zunge: Drama, Würze, ein Happy End.

    Der indische Salat – nunja, nennen wir es mal beim Namen:

    Das war ein ganz normaler Beilagensalat mit wohl falschem Pass.

    Wenig Gewürz, kein Koriander, keine Spur von Indien – vielleicht hat er einfach ein Auslandssemester gemacht und behauptet jetzt, er sei international.

    Geschmacklich okay, aber enttäuschend für alle, die auf eine Bollywood-Beilage gehofft hatten.

    Der Joghurt-Dip?

    Der war die diplomatische Lösung für alle, die beim Essen normalerweise „mittel scharf“ ankreuzen – kühl, cremig, und so beruhigend wie ein Tutor, der sagt: „Das wird schon.“


    Ein echter Samosa-Superstar auf Beilagen-Bachelor-Niveau.

    Teigtaschen: top! Salat: meh.

    Dip: Diplomarbeit mit Auszeichnung.


    Gerne wieder – aber beim nächsten Mal vielleicht den Salat entweder richtig indisch oder ehrlich langweilig nennen.

    So war’s eher:

    “Samosa mit ICE nach Indien, aber Salat ist in Fulda ausgestiegen.”

  • Hausgemachte Pasta mit Spargel, Tomate, Rucola und Pinienkernen

    € 4,25  |  6,20  |  8,10 | 20.05.2025


    Seid gegrüßt Freunde der Sonne, angepasst zur Jahreszeit gab es heute eine leichte Pasta!

    – oder wie ich lieber sagen würde: Sommerliche Trockenlandschaft mit Deko

    Ihr schaut richtig Freunde, das sind echte Pinienkerne!

    Doch das positive zuerst:

    Die Pinienkerne! Goldbraun geröstet, leicht nussig, crunchy – ein seltenes Highlight auf dem Mensateller, fast so kostbar wie ein freies Waschbecken in der WG-Küche.

    Wer auch immer sich dafür verantwortlich fühlt, möge bitte befördert werden. Oder zumindest öfter kochen in der Mensa!

    Das Gemüse zudem war übrigens aus nicht von allzu schlechtem Hause:

    • Tomaten waren frisch und aromatisch, sogar leicht süßlich im Geschmack
    • Rucola brachte eine angenehme bitte Schärfe, fast wie ein freundlicher Gruß vom Frühling

    – und wenn man Glück hatte so fand man auch 2-3 Spargelschnitten in den Tiefen des Pastatellers!

    Pinienkerne so wie früher die PowerPoint Animationen – unnötig, aber irgendwie geil. 

    Ah, und die Pasta selbst – Chapeau!

    Die Konsistenz war tatsächlich richtig gut getroffen: al dente, nicht matschig, nicht zäh, sondern genau dazwischen, wo man sich als Nudelfan wohlig zu Hause fühlt.

    Aber dann… oh, die Soße.

    Oder besser gesagt: das kryptische Fehlen derselben.

    Die Pasta war so trocken, dass ich kurz überlegte, ob ich mir beim Kauen Sand ins Getriebe geholt habe.

    Der Spargel – ambitioniert, aber hartnäckig bissfest wie ein WG-Mitbewohner, der nicht auszieht.

    Einzig und allein die Tomaten und der Rucola bemühten sich um Frische, aber ohne Soße blieb‘s ein kulinarisches Trockenexperiment.

    Was nehmen wir mit?


    Ein echtes Grundgerüst mit Potenzial – wenn da noch etwas Soßenschub dazu käme, wären wir hier auf dem besten Weg zur Mensa-Michelin-Kandidatur.

  • AKTION FIT IN DEN SOMMER Vollkornspaghetti mit Möhren-Haselnuß-Soße

     € 3,40  |  4,95  |  6,50 | 19.05.2025


    Die Mensa überrascht uns doch mal wieder mit einer ihren legendären Aktionen – dieses Mal unter dem vielversprechenden Motto „Fit in den Sommer“.

    Und so landen wir wieder bei irgendwas zwischen Ernährungsberater und Studentenexperiment

    Doch alles mit der Ruhe…

    Essen wie ein Influencer, zahlen wie ein Student. 3,40€ für den Bio-Vibe

    Optisch ermittelt der Teller einen sehr fitten Eindruck und so beschleicht sich ein Gefühl, etwas für den Körper zu tun – ganz ohne Fitnessstudio.

    Geschmacklich bietet die Spaghetti einen ebenso ernüchternden Eindruck, wie bei dem meisten Studenten abends auf dem Teller – die Soße schmeckt dahingegen wie eine zärtliche meditative Begegnung eines veganen Smoothie mit der Füllung eines Bio-Müsliriegels.

    Interessante Kombi, aber zu viel des Guten für meinen Gaumen.

    Eine Abwechslung bietet die leicht nussige und überraschend süßlich Note des Haselnuss-Toppings – nicht jedermanns Geschmack, aber definitiv ein Erlebnis.

    Und so erinnert alles in der Gesamtkombination ein wenig an das klassische Gruppenprojekt: Jeder macht was Eigenes, keiner spricht sich ab.

    Kulinarisch irgendwo zwischen guter Wille und konsequenter Verwirrung

    Bleibt schlussendlich festzuhalten, dass für 3,40€ der mutige Ausflug in die Welt der bewussten Ernährung nicht immer allzu befriedigend sein kann!


    Wer offen für Neues ist (oder einfach in der falschen Schlange stand), wurde heute daran erinnert, dass Mut nicht immer mit Genuss belohnt wird.

  • Shakshuka – Israelische Gemüsepfanne mit Fladenbrot

    € 4,30  |  6,25  |  8,20 | 14.05.2025


    Shakshuka?

    Was es sein sollte:

    Ein nordafrikanisch-israelisches Gericht aus pochierten Eiern mit einer würzigen Tomatensoße gebadet mit Paprika, Zwiebeln und Kreuzkümmel. (Idealbild)

    Das ideale warme und herzhafte Frühstück aus dem letzten Urlaub?

    Chilli con Carne?!
    Nein Leute, da ist ein (gekochtes) Ei drin

    – das jetzt Shakshuka

    Was es war?

    Ein gekochtes Ei auf dem bekannten Mensa-Chilli von letzter Woche – ohne Mais und Bohnen.

    Dafür mit viel Soße, sehr viel Soße.

    Wenn man nach mehr Fladenbrot suchen muss, wie nach dem letzten WLAN-Balken.

    Tomate, Paprika und Zwiebeln rundeten die bekannte Tomatensoße originaltreu wie bei einer Checkliste ab – doch was fehlte war der tiefsinnige Eigengeschmack und harmonische Zusammenklang aller Texturen.

    Shakshuka – aktuell mehr Shak als Shuka

    Die Konsistenz innerhalb der Soße war stabiler und auf jeden Fall konsequenter, als manche studentische Leistungen im Sommersemester.

    Fast schon betonartig in der Mitte, flüssiger am Rand – wie ein geologisches Experiment in Tomate.

    Das Ei war hingegen perfekt gegart, doch eben emotional am falschen Ort.

    Mit mehr Gemüseabwechslung, weniger Soße, mehr Brot und einem pochiertem Ei könnte das echt was werden.

    So bleibst eine 4 von 10.


    Die Mensa ähnelt manchmal einem Konzert. Es gibt nur ein Song – aber der wird dreimal gespielt.

  • Döner mit Sojastreifen

    € 4,00  |  5,80  |  7,60 | 15.05.2025


    Der Döner kam. Ich war bereit.

    Meine Geschmacksknospen stramm wie ein Spieß auf dem Grill – doch was folgte war ein kulinarisches Verwirrspiel mit Stirnrunzeln!

    Optisch irgendwo zwischen Sandwich und veganem Survival-Training

    Die Sojastreifen – nennen wir sie zärtlich „Tofu mit Identitätskrise“ versuchten sich als Fleischersatz, landeten auf meinen Knospen aber irgendwo zwischen nassem Karton und ambitionierter Hausaufgabe aus dem Biounterricht.

    Eine Identitätskrise im Brot oder doch nur ein Salatbuffet auf Abwegen?

    Statt klassischem Dönerkraut – Weißkraut oder Rotkohl – gabs…

    Salatbuffet-Reste?

    Eisbergsalat, überdimensionierte Snack-Gurken und verwahrloste weiße Zwiebelknollen gaben ein orientierungsloses Gefühl.

    Nicht alles war schlecht, obwohl das Tofutrauma tief sitzt

    Die Joghurt-Soße war gut…in homöopathischer Dosis ein echtes Erlebnis. Nächstes Mal gerne mehr davon!

    Top10 der Mensa-Gerichte? Noch nicht, aber mit Potential bald auf dem Sprungbrett nach oben.

    Das allseitsbekannte Fladenbrot erfüllt doch immer sein Zweck & rundet in letzter Zeit nicht nur viele Mensa-Gerichte entscheidend ab, sondern kristallisiert sich als beständiges Grundkonstrukt in die Herzen der Mensa-Tester!

    Was nehmen wir mit?


    Mutig wars allemal!

    Ein Döner mit Sojastreifen, sowas wie ein veganes Helene-Fischer-Cover: vielleicht zu sehr gewollt, überraschend, aber eben nicht das Original.

    Mit etwas Feintuning (mehr Fleisch?) ist hier definitiv Luft nach oben.

  • Kuru Fasulye — Türkischer Bohnen-Eintopf mit Baguette 

    € 4,00  |  5,80  |  7,60 | 07.05.2025


    Also Leute, wenn ihr dachtet, Mensaessen kann euch emotional nicht berühren – haltet eure Löffel fest.

    “Kuru Fasulye” ist Türkisch und bedeutet wörtlich übersetzt “trockene Bohnen”. 

    Kuru Fasulye hat mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt:

    • Optik: Sieht aus wie der Cousin von Chili sin Carne, der schon ein bisschen länger in der Sonne stand.
    Teller so voll –
    Bohnen balancieren auf Level „Mensa Ninja Warrior“
    • Geruch: Angenehm herzhaft – als hätte Oma nach einem türkischen Kochbuch gekocht, das sie aber nicht ganz verstanden hat.
    • Geschmack: Unerwartet solide! Die Bohnen schön weich, die Soße würzig, aber dennoch genug Puffer für all unsere Freunde, die durchs Salzstreuen sich die Bizeps-Übungen im Gym ersparen.
    • Überraschung: Kartoffelstücke tauchten als unerwartete VIP-Gäste tief unten in der Suppe auf – gut gespielt, Mensa-Team!
    • Baguette: Naja, nennen wir es freundlich “Beilage” – so hat’s mehr als Suppenschaufel als zur Geschmackserweiterung gedient.
    • Verdauungsabenteuer: Der Bohneneffekt lässt erstaunlich lange auf sich warten. Wer aber danach noch Gruppenarbeit macht, geht dieses soziale Risiko lieber nicht ein.

    Und was nehmen wir mit?

    Kuru Fasulye – mit Nachbeben-Potential im Badezimmer

    Selbst wenn du glaubst heute kommst du um die Mensa-Kartoffeln drumherum, warte immer deinen letzten Löffel in der Suppe ab.

    Da verbirgt sich was!


    Ansonsten 6/10 Bohnen, würde wieder löffeln.

  • Bibimbap-Bowl — Reisgericht mit Gemüse und Sojahack

    € 4,20  |  6,10  |  8,00 | 06.05.2025


    Herzlich Willkommen zum Allerersten Mensa-Ranking!

    Bibimbap?!

    Was zuallererst nach einem Rechtschreibfehler aussieht, entpuppt sich als beliebtes koreanisches Gericht nun auf einmal im Herzen von Oberschwaben.

    Die Bowl kommt optisch aus der Kategorie Pinterest-Kunstprojekt: Bunt, schick drapiert und den Teller füllend.

    Der Geschmack?

    Gemüse frisch und knackig, wie von allzu gut bekannten Dönerbuden – das Sojahack überzeugend gut, sodass ich als Hack-Fan kurz ins Grübeln komme („Bin ich jetzt vegan und weiß es nur noch nicht?“)

    Bibimbap – schwer auszusprechen, leicht zu verputzen.

    Und der Reis? – einen Tick zu feucht, als wäre er vom Topf kurz im Bodensee versunken, um als Klößchen auf meinem Teller zu landen – aber dennoch eine mehr als respektable Leistung für 4,20€ Gesamtbudget.

    Und so trifft heute das Team um die Mensa genau die richtige Balance zwischen gesundem Sattwerden und Food-Koma vermeiden.


    Bimbibap mit Uni-Flair, gesund, leckere Abwechslung und mit dem Hang zu den Top10-Uni Gerichten in Ulm!