Kategorie: Top 10 Gerichte in der Mensa

Jeden Tag dasselbe Spiel: Du stehst in der Mensa-Schlange, der Magen knurrt, und vor dir hängt der Speiseplan wie ein spannungsfreier Thriller.

Doch aus der Flut an dampfenden Tabletts haben sich über die Jahre echte Klassiker herauskristallisiert – teils geliebt, teils gefürchtet, meistens einfach alternativlos.

Top 10 Gerichte, die jede*r Studierende kennt, verdaut hat oder noch lange nicht vergessen kann.

Eine Hommage an alles, was heiß ist, sättigend und einfach schmeckt:

  • Grüne Nudeln mit veganem Zitronen-Hähnchen und Schwarzwurzeln in Senf-Sahne-Soße

    € 4,70  |  6,85  |  8,95 | 09.10.2025

    Also, liebe Mensa-Crew… was war denn da los?

    Neues Semester, neue Leute, neuer Stundenplan – und dann direkt so ein kulinarischer Knockout in der Mensa!

    Herzlich Willkommen – an Alle, die schon letztes Semester mitdabei waren & für die jetzt neu einsteigen: dieses Semester wird gerockt!!

    Wenn Glück einen Geschmack hätte – es wäre grüne Nudeln mit veganem Zitronen-Hähnchen in Senf-Sahne-Soße.

    Fangen wir vorne an:

    Die grünen Nudeln – optisch erstmal so, als hätte Hulk beim Kochen geholfen. Aber geschmacklich? Eine Offenbarung! Schön bissfest, nicht verkocht (Respekt, das schaffen selbst einige mittelklassige Ulmer Gaststätten nicht), und mit dieser leicht samtigen Textur, die einem das Gefühl gibt, man esse etwas Hochwertiges und nicht nur „Studentenfutter mit Farbe“.

    Dann das vegane ZitronenHähnchen. Ich war skeptisch. Sehr sogar. „Zitronen-Hähnchen“ klingt schon fancy, aber „vegan“?

    Ich dachte, das wird wieder so ein Gummiblock mit schlechtem Gewissen.

    Doch dann: Bämm! Geschmacklich top, Konsistenz perfekt, und dieser Hauch von Zitrone? Wie ein kleiner Sommerurlaub in der Mensa-Schale. Wenn das wirklich kein echtes Huhn war, dann Hut ab – das Labor, das das erfunden hat, sollte einen Michelin-Stern kriegen. Ich schwöre, wenn alle Fake-Hühner so schmecken würden, gäbe es weltweit keine Federn mehr zum Rupfen.

    Und dazu die Schwarzwurzeln!

    Die wurden lange vernachlässigt in der Mensa-Küche – aber endlich bekommen sie ihre Bühne! Zart, cremig, perfekt in dieser leicht scharfen Senf-Sahne-Soße, die einfach alles zusammenhält.

    Die Soße war so gut, ich hätte sie auch pur mit einem Löffel gegessen. Oder mit einem Stück Brot aufgetunkt. Oder mit einem Eimer. Nur keine falsche Scham. 

    Und das Beste?

    Die Portion war perfekt. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Man geht raus, ist satt, aber noch fähig, im Nachhinein einen Kaffee zu holen, ohne ins Fresskoma zu fallen. Für 4,70 € – das ist fast schon unverschämt günstig für so ein Geschmackserlebnis.


    Dieses Gericht kommt offiziell in meine Top 10 Mensa-Gerichte ever.

    Bitte, liebes Mensa-Team: bringt dieses Gericht immer wieder! Oder macht es zum festen Bestandteil der Speisekarte. Ich verspreche, ich schreibe eine Petition und sammle Unterschriften in der Bib.

  • Kartoffelgratin Elsässer Art mit Lauch und Zwiebel

    € 3,80  |  5,55  |  7,25 | 15.07.2025


    Manchmal gehst du einfach nur hungrig in die Mensa.

    Und manchmal gehst du rein und findest… eine warme Umarmung in Auflaufform.

    So geschehen am Dienstag, 12:37 Uhr, Tablett in der Hand, Hoffnung im Herzen, Kater im Kopf.

    Da lag es – das „Kartoffelgratin Elsässer Art mit Lauch und Zwiebel“.

    bisschen wie das WG-Leben: chaotisch, wild, manchmal zu viel – aber am Ende liebt man’s trotzdem

    Zugegeben: Rein optisch hätte es auch ein zerquetschter Kissenbezug sein können, der zufällig im Backofen geschmolzen ist.

    Aber wer die Mensa nur nach Aussehen beurteilt, hat auch schon mal Mate für Champagner gehalten. Also: rein da!

    Die Kartoffeln?

    Butterweich, aber mit Rückgrat. Kein matschiger Brei, sondern genau richtig gegart – wie ein Mittelweg zwischen „al dente“ und „Oma hat Zeit gehabt“.

    Der Käse obendrauf?

    Goldbraun gebräunt, wie ein französischer Austauschstudent nach dem ersten Sommer am Baggersee. Eine richtig gute Käsekruste, die beim Schneiden sanft knistert – akustischer Foodporn.

    3,80 € für ein Gericht, das mich für 20 Minuten glauben ließ, ich wär in einem rustikalen Elsässer Gasthaus

    Der Lauch?

    Joa. War wohl da. Hat sich aber eher wie ein schüchterner Ersti in der Vorlesung verhalten: da, aber leise.

    Die Zwiebeln? Haben im Hintergrund mitgearbeitet. So wie der eine Kommilitone, der in Gruppenarbeiten die Präsentation zusammenkopiert – nicht sichtbar, aber entscheidend.


    In meiner Top 10 Mensa-Gerichte definitiv safe ein Platz. Vielleicht nicht das spektakulärste Essen des Jahres, aber einfach ehrlich, sättigend und sehr solide.

    Weiter so, das macht Bock auf mehr!

  • Kuru Fasulye Türkischer Bohnen-Eintopf mit Baguette

    € 4,00  |  5,80  |  7,60 | 02.07.2025


    Ich gebe es ehrlich zu: Als ich „Kuru Fasulye – Türkischer Bohneneintopf mit Baguette“ auf dem Plan sah, hatte ich direkt einen Flashback.

    Letztes Mal klang’s kulinarisch nach Orient, schmeckte aber eher wie ein hastig zusammengewürfelter WG-Katerfrühstücksversuch: Gewürzlevel „ungefährlich“, Baguette „französisch im Exil“, Gesamtgefühl „naja, war halt warm“.

    Aber dieses Mal? BAM.

    Teller voll bis zum Anschlag, aber wenigstens kein fliegendes Baguette wie beim letzten Mal.

    🍛 Bohnen mit Backstory

    Der Eintopf war dieses Mal tatsächlich gewürzt!

    Also nicht nur symbolisch mit einem Hauch von Salz, sondern richtig – da hat jemand Kreuzkümmel, Paprika und vermutlich sogar Mut verwendet. Es war, als hätten die Bohnen sich in einem türkischen Hammam aufgepeppt, sich neue Klamotten angezogen und gesagt: Alles oder nix!

    🫓 Von Baguette keine Spur – und das ist auch gut so

    Statt dem im Titel angekündigten Baguette (Spoiler: war nie eine echte Bereicherung), gab’s ein weiches, dickeres Chapati-Brot, das sich geschmacklich perfekt mit dem Eintopf vermählt hat.

    Also ganz ehrlich: Wenn das Chapati eine Person wäre, würde ich’s daten. Es war warm, weich, verlässlich – alles, was mir mein Studium nicht bietet.

    🥣 Der Joghurtklecks – der heimliche Held

    Und dann… der Joghurtklecks.

    Mitten ins Gericht platziert wie ein übermotivierter Ersti auf der ersten Uniparty: Erst irritierend – dann unverzichtbar.

    Der leichte, frische Kontrast zur würzigen Bohne war genau das, was das Gericht gebraucht hat.

    Und was war nicht so gut?

    Beim Essen gabs heute nichts hinzuzufügen, außer Salz und Pfeffer – für unsere übermotivierten Erstis, die sogar dem Joghurt noch ein Feedback geben wollen.

    Einzig der Eintopf + Joghurt + fluffiges Chapati stellten eine echte Herausforderung für Menschen mit normal entwickelter Feinmotorik dar.

    Aber was soll‘s!

    Definitiv kein Gericht fürs Vorstellungsgespräch-Outfit. Kleckern vorprogrammiert, aber es war’s wert.

    Die Mensa hat geliefert. Und zwar nicht nur Essen, sondern Entwicklung, Charakterbogen und ein Happy End.


    Bitte, liebes Mensa-Team: Lasst dieses Rezept nicht in irgendeiner Excel-Tabelle verschwinden. Holt es regelmäßig zurück. Druckt es euch auf Schürzen. Gebt ihm einen eigenen Feiertag.

    Es war wirklich richtig gut.

    Von einer halbherzigen Bohnenpampe zum echten All-Time-Mensa-Hit – Kuru Fasulye hat sich gemacht.

  • Mie-Nudeln in einer pikanten Karottensauce 

    € 4,30  |  6,25  |  8,20 | 27.06.2025


    Heute Mittag wurden die kleinen Gäumchen auf eine kleine Asienreise geschickt – allerdings nicht per Flieger, sondern für schmale 4,30€ in der Uni-Mensa.

    Ließ mich kurz vergessen, dass ich in einem neonbeleuchteten Speisesaal sitze und nicht auf einem Foodmarket in Bangkok.

    Die Nudeln:

    Also ganz ehrlich: Ich weiß nicht, was die in der Küche geraucht haben (vermutlich nur Kümmel), aber diese Nudeln waren ein Gedicht in Teigform.

    Nicht zu weich, nicht zu hart – einfach nudelmäßig perfekt gegart, wie von einem alten asiatischen Nudelmeister, der sich in der Mensa eingeschlichen hat, um sein Lebenswerk zu vollenden.

    Sie hatten Biss – aber keinen aggressiven „Zahn-ziehts-dir-gleich“-Biss, sondern den perfekten „Ich bin bereit, verzehrt zu werden“-Al-Dente-Vibe

    Die Sauce:

    Pikante Karottensauce – klang erstmal wie ein Scherz aus einer Bio-Kochsendung mit dem Titel „Heute kocht der Kaninchenflüsterer“.

    Nicht zu scharf, sondern „schön wach“ scharf – so, als hätte dir jemand freundlich ins Gesicht geflüstert: „Du lebst noch, Kollege!“

    Die Karotten haben eine süße Note beigesteuert, ohne dabei in kindlicher Möhrensuppe-Vergangenheit zu verfallen.

    Stellt euch eine Karotte mit Sonnenbrille vor. Genau so hat das geschmeckt.

    Die Cashewkerne:

    Meine Damen und Herren: Die Cashewkerne.

    Oder wie ich sie nenne: goldene Knusperjuwelen der Glückseligkeit.

    Perfekt angeröstet, haben sie alles getoppt. Ich weiß nicht, ob die Mensa einen eigenen Cashew-Gott eingestellt hat, aber diese Dinger hatten Crunch, Geschmack, und vor allem: eine Seele.

    Ich will dieses Gericht heiraten. Oder zumindest adoptieren.

    Sie haben geknackt, sie haben geschmeckt, sie haben mir kurz das Gefühl gegeben, ich sei in einem veganen Sterne-Restaurant in Berlin-Mitte – nur ohne Hipster mit Strohhut.

    Ein absoluter Schnapper. Für den Preis bekomme ich sonst höchstens ein belegtes Brötchen und einen leeren Blick vom Bäcker.

    Und zuletzt das ingesamte Mundgefühl:

    Angenehm ausgewogen – die Nudeln federleicht mit genau dem richtigen Biss, die Sauce schön cremig ohne zu kleben, und die Cashewkerne setzen punktuell knusprige Highlights.

    Jeder Bissen hatte Struktur, nichts war matschig oder trocken – einfach rund und befriedigend.


    Dieses Gericht gehört zweifellos in die Top 10 Mensa-Gerichte aller Zeiten – direkt neben dem Hähnchenschnitzel im Knusper-Kürbismantel oder dem Seelachs mit Basilikumsauce bei der sich alle gefragt haben, ob ein echter Koch in der Küche eingesperrt war.

  • Hähnchenschnitzel im Knusper-Kürbismantel mit Frankfurter Grüner Soße & Kartoffelbällchen

    € 5,05  |  7,35  |  9,60 | 04.06.2025


    Es gibt Tage, da geht man in die Mensa, schaut auf den Speiseplan und denkt sich: „Na gut, heute eben wieder Nudeln mit Irgendwas.“

    Und dann – BAM! – steht da plötzlich „Hähnchenschnitzel im Knusperkürbismantel“ auf dem Plan, als hätte jemand Tim Mälzer und eine Herbstdeko kollidieren lassen.

    Was klingt wie das kulinarische Ergebnis eines betrunkenen Kürbisfestes, entpuppt sich als ein Gericht, das nicht nur satt macht, sondern auch emotional umarmt.

    So viel Frittiertes auf einem Teller – ich nenne es: knusprige Vollbeschäftigung.

    Wo soll ich nur anfangen?

    Dieses Hähnchenschnitzel hat sich nicht einfach mit einer 08/15-Semmelbröselpanade begnügt – nein, es hat sich in einen Kürbismantel geschmissen.

    Jeder Biss klang wie eine kleine Applausrunde für die Mensaküche.

    Außen golden, leicht karamellisiert, mit einem herbstlich-nussigen Aroma, das definitiv nach mehr schmeckte. Man könnte fast meinen, das Schnitzel war kurz mit einem Kürbis im Spa, bevor es auf unseren Teller durfte.

    Das Innenleben: zart, saftig, durchgegart, ohne trocken zu sein – ein Kunststück, das in Großküchen ungefähr so oft vorkommt wie ein funktionierender Beamer in einem Hörsaal.

    Das Zusammenspiel mit der knusprigen Kürbiskruste war wirklich bemerkenswert.

    Und obwohl alles frittiert war, hatte man das Gefühl, hier wurde mit Verstand frittiert – nicht fetttriefend, sondern aromatisch und auf den Punkt.

    Wenn dieses Schnitzel ein Mensch wäre, würde man es sofort zum WG-Kochen einladen.

    Was gab es dazu?

    Dazu dann die Frankfurter Grüne Soße – eine legendäre Kräuterorgie, die nicht nur hessische Seelen aufblühen lässt. Sie war cremig, nicht zu dominant, mit genau der richtigen Kräuterschärfe. Wer denkt, grün sei keine Geschmacksrichtung, hat diese Soße noch nicht probiert.

    Die Kartoffelbällchen?

    Klar, frittiert und rund wie das Mensa-Leben selbst.

    Knusprig außen, weich innen – so wie man sich emotional nach der Statistikvorlesung fühlt.

    Was kann man da noch verbessern?

    Etwas Gemüse hätte dem Teller optisch und moralisch gut getan – ein kleiner Salat oder ein paar Brokkoli-Röschen, um das schlechte Gewissen zu beruhigen.


    Das war heute kein einfacher Sattmacher, sondern ein Highlight, das sogar dem skeptischen Mensa-Stammgast ein anerkennendes Nicken entlockt.

    Vielleicht nicht das Diätgericht der Woche, aber ganz sicher ein kulinarisches Trostpflaster, das man mit einem zufriedenen Grinsen aus der Mensa trägt.



    Ein Gericht, das locker in die Top 10 der Mensa-Allstars gehört – und wenn man danach ein kleines Verdauungsschläfchen einlegt, sei es euch gegönnt.

  • Seelachs mit Basilikumsauce, Karotten, Fenchel und Salzkartoffeln

    € 5,10  |  7,40  |  9,70 | 22.05.2025


    Leute. Ich sag’s, wie’s ist:

    Lange habe ich auf dieses Gericht gewartet. Erste Zweifel an meinen bisherigen Mensa-Reviews keimten auf – war ich zu streng, zu hungrig, zu idealistisch?

    Die Stimmen meiner unersättlichen Abonnenten wurden lauter:

    „Wann kommt endlich ein Top10-Gericht?

    Und jetzt, endlich, war es so weit – das Warten hat sich gelohnt.

    Wie ein Date mit Geschmack: harmonisch, hübsch und genau richtig portioniert.

    Wo fangen wir bloß an, Freunde der Sonne?

    Seelachs:

    Saftig. Zart. Und so gut gegart, dass sogar meine Oma sagen würde: „Den hätte ich auch nicht besser hinbekommen“ – und das ist die Frau, die beim Fisch die Gräten einzeln massiert.

    Und so schnell landet man in der Gourmet-Liga der Mensa-Küche & lässt Glauben an Mensa-Kulinarik wiederbeleben.

    Basilikumsauce:

    WAS für ein Ding! Frisch, würzig, leicht – als hätte jemand Pesto in die Champions League geschickt. Die Sauce hat dem Fisch den romantischen Tanzpartner gegeben, den er verdient. Ich hab fast geklatscht.

    So gut, ich hab den Seelachs fast gefragt, ob wir beste Freunde werden.

    Karotten und Fenchel:

    Das Gemüse? Nicht totgekocht, sondern knackig und aromatisch. Der Fenchel hatte so viel Charakter, ich hätte fast ein Bewerbungsgespräch mit ihm geführt.

    Mensa-Wunder?

    Eher Mensa-Magie!

    Salzkartoffeln:

    Klassisch, nicht zu salzig, aber perfekt, um die Sauce aufzusaugen wie ein akademisch überambitionierter Schwamm. Gerne nächstes mal einen Tick kleiner schneiden, wobei die Gabel auf dem Tablett braucht ja auch was zu tun!

    Service:

    Freundlich wie immer – und ich schwöre, die Mensa-Frau hat mir zugenickt, als wüsste sie, dass ich heute was Besonderes erwische.


    Würde ich das Gericht nochmals essen?

    Definitiv!

    Kann ich das Gericht jedem empfehlen?

    Definitiv

    Teil meiner Top10-Mensa Gerichte aller Zeiten?

    Definitiv

    Also Leute, was gibst da noch zu sagen? Holt euch den Aal und her mit euren Kommentaren!


    Wer sagt, man kann in der Mensa nicht gut essen, hat diesen Fisch nie kennengelernt. Und wahrscheinlich auch nie einen Fenchel umarmt.

    Bon Appétit, Studi-Freunde! 😎🐟🍃