Autor: Teller-Titan

  • Tikka Masala mit veganem Curry-Hähnchen & Pita-Brot

    € 4,70  |  6,85  |  8,95 | 05.06.2025


    Herzlich Willkommen zur abermaligen Reise mit dem Orient-Express gen indischen Nachthimmel!

    Sosse mit Brot – oder ist das ein Frisbee?

    Und so widmen wir uns akribisch nach und nach den jeweiligen Curry-Elementen:

    Das Tikka Masala?

    Die Soße war schön cremig, tomatig, mit einer feinen Würze, die sich nicht direkt ins Gesicht boxt.

    Man merkt: Hier wurde zumindest ein Gewürzregal betreten – nicht geplündert, aber besucht.

    Allerdings hat das Ganze ein bisschen gewirkt, als hätte jemand ein Originalrezept aus Indien gegoogelt, es dann aber auf „deutsche Studierendenfreundlichkeit“ heruntergedampft. Also weniger Bollywood, mehr ARD-Vorabendprogramm.

    Es war lecker, keine Frage – aber ein paar Korianderblätter, ein Spritzer Limette oder einfach etwas mehr Wumms hätten dem Ganzen gutgetan.

    Das Tikka Masala war wie ein guter WG-Mitbewohner – angenehm, macht keinen Ärger, aber man wird sich auch nicht ewig an ihn erinnern.

    Das vegane Hähnchen?

    Es hat sich bemüht, wie Hähnchen zu sein – aber so richtig überzeugt war es selbst nicht davon.

    Die Konsistenz? Irgendwo zwischen “gepresster Erbse” und “soja-texturiertes Irgendwas”.

    Außen leicht angebraten, innen ein bisschen wie das Gedächtnis nach einer Freitagsvorlesung: schwammig, aber irgendwie funktional.

    Unterm Strich: In Ordnung, aber auch kein Grund, Veganer zu werden.

    Jetzt aber zur wahren Tragik des Tellers: das Pita-Brot.

    Es lag da wie ein schlecht vorbereiteter Erasmus-Student – fehl am Platz, trocken und irgendwie nicht ganz sicher, warum es überhaupt da ist.

    Wer auch immer dachte, das ersetzt eine ordentliche Portion Reis, hat eindeutig zu oft „Fusion-Küche“ gegoogelt.

    Mein Vorschlag: nächstes Mal wieder die gute, altbewährte Reisbasis. Schlicht, sättigend und ohne den Versuch, sich als Hipster-Snack neu zu erfinden.


    Den guten kreativen Willen möchte man dem Mensa-Team keinesfalls abschreiben & darf in größten Tönen gelobt sein.

    Doch trotzdem lohnt es sich manchmal bei den guten Basics zu bleiben und auf das Pita-Brot in Zukunft getrost zu verzichten!

    Mit diesen Worten schöne Pfingsten!

  • Hähnchenschnitzel im Knusper-Kürbismantel mit Frankfurter Grüner Soße & Kartoffelbällchen

    € 5,05  |  7,35  |  9,60 | 04.06.2025


    Es gibt Tage, da geht man in die Mensa, schaut auf den Speiseplan und denkt sich: „Na gut, heute eben wieder Nudeln mit Irgendwas.“

    Und dann – BAM! – steht da plötzlich „Hähnchenschnitzel im Knusperkürbismantel“ auf dem Plan, als hätte jemand Tim Mälzer und eine Herbstdeko kollidieren lassen.

    Was klingt wie das kulinarische Ergebnis eines betrunkenen Kürbisfestes, entpuppt sich als ein Gericht, das nicht nur satt macht, sondern auch emotional umarmt.

    So viel Frittiertes auf einem Teller – ich nenne es: knusprige Vollbeschäftigung.

    Wo soll ich nur anfangen?

    Dieses Hähnchenschnitzel hat sich nicht einfach mit einer 08/15-Semmelbröselpanade begnügt – nein, es hat sich in einen Kürbismantel geschmissen.

    Jeder Biss klang wie eine kleine Applausrunde für die Mensaküche.

    Außen golden, leicht karamellisiert, mit einem herbstlich-nussigen Aroma, das definitiv nach mehr schmeckte. Man könnte fast meinen, das Schnitzel war kurz mit einem Kürbis im Spa, bevor es auf unseren Teller durfte.

    Das Innenleben: zart, saftig, durchgegart, ohne trocken zu sein – ein Kunststück, das in Großküchen ungefähr so oft vorkommt wie ein funktionierender Beamer in einem Hörsaal.

    Das Zusammenspiel mit der knusprigen Kürbiskruste war wirklich bemerkenswert.

    Und obwohl alles frittiert war, hatte man das Gefühl, hier wurde mit Verstand frittiert – nicht fetttriefend, sondern aromatisch und auf den Punkt.

    Wenn dieses Schnitzel ein Mensch wäre, würde man es sofort zum WG-Kochen einladen.

    Was gab es dazu?

    Dazu dann die Frankfurter Grüne Soße – eine legendäre Kräuterorgie, die nicht nur hessische Seelen aufblühen lässt. Sie war cremig, nicht zu dominant, mit genau der richtigen Kräuterschärfe. Wer denkt, grün sei keine Geschmacksrichtung, hat diese Soße noch nicht probiert.

    Die Kartoffelbällchen?

    Klar, frittiert und rund wie das Mensa-Leben selbst.

    Knusprig außen, weich innen – so wie man sich emotional nach der Statistikvorlesung fühlt.

    Was kann man da noch verbessern?

    Etwas Gemüse hätte dem Teller optisch und moralisch gut getan – ein kleiner Salat oder ein paar Brokkoli-Röschen, um das schlechte Gewissen zu beruhigen.


    Das war heute kein einfacher Sattmacher, sondern ein Highlight, das sogar dem skeptischen Mensa-Stammgast ein anerkennendes Nicken entlockt.

    Vielleicht nicht das Diätgericht der Woche, aber ganz sicher ein kulinarisches Trostpflaster, das man mit einem zufriedenen Grinsen aus der Mensa trägt.



    Ein Gericht, das locker in die Top 10 der Mensa-Allstars gehört – und wenn man danach ein kleines Verdauungsschläfchen einlegt, sei es euch gegönnt.

  • Spiralnudeln mit Bologneser Art vom Rind + Reibekäse 

    € 4,25  |  6,20  |  8,10 | 03.06.2025


    Leute, ich sag’s gleich am Anfang, wie’s ist:

    Die Spiralnudeln mit Bologneser Art vom Rind + Reibekäse sind nicht nur ein Zungenbrecher im Namen, sondern auch ein echter Zungenschmeichler im Mund.

    Reibekäse oben drauf – weil Liebe eben doch durch den Magen geht

    Die Nudeln?

    Die Spiralnudeln – oder wie der Kenner sagt: Fusilli mit Swag – waren richtig gut gekocht.

    Ihre Form fing die Sauce super ein – wie kleine Geschmackswirbel, die sich heldenhaft ins Getümmel stürzen. Jeder Biss hatte Textur, kein matschiger Einheitsbrei. Ein Fest für Gabel und Gaumen.

    Nicht zu weich, sodass man sich fragt, ob die schon seit 8 Uhr im Warmhaltebecken treiben, aber auch nicht so hart, dass man Zahnersatz beantragen müsste.

    Die Bolognese?

    Die “Bologneser Art vom Rind” – klingt erst mal wie ein italienischer Krimi, schmeckt aber nach liebevoller Mensa-Handarbeit.

    Herzhaft, tomatig, ordentlich gewürzt, mit echtem Rinderhack, das nicht einfach nur dekorativ da war, sondern mit Tiefe und Biss überzeugte.

    Kein fade gewürzter Sugo-Schatten seiner selbst, sondern eine ehrliche, robuste Sauce, die genau das tut, was eine Bolognese tun soll: Umarmen. Von innen.

    Kleine Zwiebelspuren haben’s auch reingeschafft – die klassischen Undercover-Agenten des guten Geschmacks. Und das Ganze zum Glück nicht zu fettig, aber auch nicht trocken.

    Einfach: Saucenbalance auf Mensa-Niveau gemeistert.

    Und der Reibekäse on top?

    Ein kleines Päckchen Glück, das die ganze Sache krönt. Fein gerieben, nicht dieser gummiartige Industrieklumpen, sondern ein ehrlicher, schmelzfreudiger Hartkäse, der sofort zart über der warmen Bolo schmilzt wie meine Selbstdisziplin vor dem vierten Teller.

    Diese Spiralnudeln dürfen gerne öfter in der Mensa rotieren – wie ein ambitionierter Soziologiestudent durch Wahlpflichtfächer.

    Und so kommt diese leicht salzige, vollmundige Note rein, die das Gericht geschmacklich abrundet wie der letzte Punkt auf einem perfekten Referat, bei dem man nicht mal gegoogelt hat.

    Käsig, schmelzend, dekadent – wie ein Semesterbeitrag, der sich ausnahmsweise mal lohnt.

    Portionsgröße?

    Ordentlich! Nicht so ein trauriger Hauch von Pasta, bei dem man sich fragt, ob man aus Versehen das Kinder-Menü gewählt hat.

    Preislich?

    4,25€ – das ist fairer als manche Klausurkorrektur! Für das, was da auf dem Teller landet, absolut in Ordnung. Für weniger bekommt man im Supermarkt nicht mal ’ne Packung Gnocchi mit Selbstzweifeln.


    Ein Gericht, das nicht nur satt, sondern auch glücklich macht – und das ist bei Mensa-Essen ja keine Selbstverständlichkeit.

    Also: Bitte öfter auf den Speiseplan. Meine Geschmacksknospen applaudieren. Und meine Laune auch.

    P.S. Liebes Mensa-Team, bitte mehr davon. Und vielleicht noch einen kleinen Parmesan-Reibekäse-Spender auf jedem Tisch? Oder ist das schon zu dekadent? 😄

  • Spätzles-Auflauf mit Gemüse und Käse überbacken

    € 4,70  |  6,85  |  8,95 | 02.06.2025


    Liebe Mensa-Fans, heute gibt es leider eine etwas negativere Meldung zu berichten.

    Doch stark bleiben lohnt sich, es kommen wieder bessere Tage – und Speisen!

    Der Spätzle-Auflauf heute war wie ein Überraschungsei – nur ohne Überraschung, ohne Ei und ohne echte Freude.

    Warmes Wasser mit Einlage – jetzt auch in Auflaufform.

    Zuerst dachte ich nach dem ersten Biss, der Teller sei leer – aber nein, das war einfach nur der Geschmack.

    Dieser Auflauf hat so sehr nach Wasser geschmeckt, dass ich überlegte, ob ich vielleicht aus Versehen eine Geschirrspül-Attrappe bekommen habe.

    An alle Schwaben der Welt, ich drücke Euch fest die Gabeln, dass ihr heute nicht die Spätzle probiert habt…

    Die Spätzle?

    Die Spätzle selbst waren… ungewöhnlich.

    Nicht die klassische kurze, knubbelige Form, sondern langgezogen wie Nudelwürmer auf Sinnsuche. Sie erinnerten optisch eher an zu dünn geratene Tagliatelle – oder an etwas, das versehentlich aus einem Spätzle-3D-Drucker gefallen ist. Geschmacklich leider flach wie eine Vorlesung am Freitagnachmittag: neutral, wässrig, ohne Biss.

    Die Konsistenz? Ich würde sagen: irgendwo zwischen „nasser Waschlappen“ und „Kissenfüllung mit Selbstzweifeln“.

    Das Gemüse

    Eine bunte Mischung aus Lauchzwiebeln, Mais und kleinen Karottenwürfeln.

    Klingt eigentlich nach Frische und Würze – war’s aber nicht.

    Die Lauchzwiebeln hatten kaum Aroma abgegeben, der Mais war erschreckend süß und wirkte fehl am Platz, fast wie ein übermotivierter Praktikant.

    Die Karottenwürfel waren zwar vorhanden, aber so klein und weich, sodass sie sich geschmacklich komplett dem wässrigen Spätzle ergaben – und der war ja bekanntermaßen auch kein starker Gegenspieler gewesen.

    Gemüse geschmacklich auf Tauchstation. Eventuell war es inkognito unterwegs.

    Es war eher visuelle Deko als aktiver Teil des Gerichts.

    Der Käse

    War nicht da – zumindest hätte sich das verbrannte Etwas auf der Ecke meines runden Tellers mehr nach Cracker auserkoren lassen können, als doch wirklich nach echtem Gouda.

    Ein Auflauf, dem die Seele fehlte – vielleicht hätte ein beigemischter Hirtenkäse das Vakuum mit Bedeutung füllen können.

    Der Preis

    Dass dieses Gericht auch noch im höheren Preissegment mit 4,70€ angesiedelt war, wirkte im Nachhinein fast wie ein stiller Scherz – einer, den man leider mit unruhigem Magen bezahlen musste.


    Vielleicht war’s ein kulinarisches Experiment… leider ohne Hypothese.

    Beim nächsten Mal dann doch lieber die trockenen Nudeln mit Tomatensauce – da weiß man wenigstens, woran man emotional ist.

    Und somit auf eine hoffentlich baldige Besserung im Laufe der Woche!

  • Putenrahm-Geschnetzeltes in bunter Pfefferrahmsoße Knöpflespätzle

    € 4,75  |  6,90  |  9,05 | 28.05.2025


    Mein erster Eindruck:

    Das Gericht klingt und sieht wie das Ergebnis eines glücklichen Küchenunfalls zwischen Schwaben und dem Gewürzregal aus – also nichts wie her damit!

    Portion?
    Monumental – das darf gerne beibehalten werden

    Die Pute?

    Wunderbar zart, saftig, fast schon verdächtig gut – da hätte man glatt misstrauisch nach dem Tierarztzeugnis fragen wollen. Geschmacklich ganz klar: Mensa-Highscore! 🦃🔥

    Die Portion?

    Wer das aufisst, darf sich offiziell „König*in der Kohlenhydratbewältigung“ nennen. Fast schon kriminell für so wenig Geld einen so vollen Teller zu bekommen. Doch das wird wahrgenommen und auch von der Studentenschaft sehr geschätzt!

    Wer danach noch in der Statistikvorlesung sitzt, riskiert entweder ein kurzes Nickerchen oder die Wiedergeburt als Knöpflespätzle.

    Die Spätzle – altbekannte Legende:

    Die Knöpflespätzle sind inzwischen sowas wie der Tom Hanks der Mensabeilagen: immer da, immer solide, enttäuschen nie. Schön weich, leicht buttrig, einfach ein Sattmacher mit Herz.

    Sie geben dir dieses Gefühl von „Du hast heute zwar nichts verstanden in der Vorlesung, aber du wirst wenigstens nicht hungrig sterben.“

    Jetzt zur Soße…

    Die Pfefferrahmsoße: cremig, würzig, mit ordentlich Bums.

    Nur – es war mehr Pfeffer als Rahm.

    Ich spreche hier nicht von einem Hauch Schärfe – nein, das war eine Pfefferkerninvasion!

    Gefühlt hatte jede Gabel ihren eigenen Pfeffergranatensplitter.

    Wer das ignoriert, bekommt keine Mahlzeit, sondern ein gratis Nasenlochpeeling.

    Es war, als hätte jemand in der Küche „Pfeffer nach Gefühl“ gesagt, aber der Koch war offenbar in einem sehr intensiven Mood.

    Die Lösung:

    Gezieltes Pfefferkorn-Angeln mit der Gabel.

    Man fühlt sich kurz wie ein Archäologe beim Ausgraben verschollener Curryreste, aber hey – es hilft.

    Und danach: wirklich gut essbar!


    Fazit:

    Putenragout – phänomenal!

    Spätzle – top!

    Pfeffer – zu viel!

    Ideal für alle, die beim Essen gern Abenteuer erleben und keine Angst vor Tränen haben – ob aus Freude oder Pfeffer, bleibt offen.

  • Pizza Vegetaria mit verschiedenem Gemüse 

    € 4,40  |  6,40  |  8,40 | 26.05.2025


    Bohnen. BOHNEN. Auf der Pizza?!

    Wer das entschieden hat, war entweder mutig, verwirrt oder ein absoluter Visionär auf Koffein-Entzug.

    Ich respektiere es.

    Ich fürchte es.

    Ich esse es trotzdem.

    Ist diese Peperoni gespritzt oder wo kauft man sowas?!

    Die Bohnen auf der Pizza waren eine mutige Entscheidung. Sie lagen da wie Gäste, die niemand eingeladen hat, aber dann doch irgendwie sympathisch sind.

    Konsistenztechnisch eher “meh”, geschmacklich überraschend okay. Sie machen nichts kaputt – aber gewinnen würden sie den Belags-Oscar auch nicht.

    Irgendwann dachte ich sogar: “Vielleicht bin ich derjenige, der falsch liegt?”

    Aber Nein, manche Dinge sollten einfach nicht sein. Pizzabelag und Salatbeilagen gehören einfach getrennt, oder?!

    Die Bohnen saßen auf der Pizza wie Erstis in der Einführungswoche: Überall, ein bisschen verloren, aber voller Enthusiasmus.

    Und der Rest vom Fest?

    Der Pizzarand – dieses knusprige Niemandsland, das bei 90 % der Mensa-Gäste auf dem Teller liegen bleibt wie der letzte ungeliebte Gruppenarbeits-Teil.

    Fand ich subjektiv kross genug, 2 Minuten länger im Ofen hätten aber auch nicht geschadet!

    Die Soße – tomatig mit einem Hauch von „Hat jemand das Salz gesehen?“

    Der Käse – okayisch, dezent zäh, wie eine müde Vorlesung um 8 Uhr.

    Der Teig – eine solide Grundlage, wie ein Drittversuch in Statistik. Nicht schön, aber trägt.

    Aber Leute,

    WIR MÜSSEN REDEN.

    Diese eine Peperoni war riesig, grün und selbstbewusst. Sie lag quer über die Pizza wie ein Drachenlord über seinen Gamingstuhl.

    Ein Biss, und meine Geschmacksknospen hatten eine Midlife-Crisis.

    Scharf, sauer, irgendwie verdächtig lebendig – sie hat mir die Nasennebenhöhlen auf Durchzug gestellt.

    Die Peperoni war kein Belag. Sie war ein Erlebnis.


    Und so bekommst du für 4,40€ eine Pizza, die mutig genug ist, Bohnen aufs Spielfeld zu schicken, und dir gleichzeitig ein bisschen Abenteuer auf dem Teller bietet.

    Empfehlung: Für Leute, die schon alles gegessen haben – und sich jetzt auf neue Pizza-Lebensformen einlassen wollen.

  • Knöpflespätzle mit Bratensoße

    € 2,05  |  3,00  |  3,90 | 23.05.2025


    Es war wieder einer dieser Tage, an denen mein Geldbeutel so leer war wie mein Wille zur Teilnahme an der 8-Uhr-Vorlesung.

    Also stolperte ich in die Mensa – getrieben von knurrendem Magen, schwankender Moral und der Hoffnung, für 2 € zumindest etwas essbares zu bekommen.

    Und so stand ich heute erstmalig vor dem legendären Tresen des Sattmacher-Menüs.

    Für eine große Portion habe ich mich heute noch nicht getraut, normalerweise gibst mind. das Doppelte!!!

    Die Knöpflespätzle kamen auf dem Teller an wie kleine schwäbische Marshmallows – nur weniger süß und dafür doppelt so schwer verdaulich.

    Dieses Gericht ist wie ein WG-Mitbewohner: nicht schön, aber verlässlich.

    Ihre Konsistenz lag irgendwo zwischen „leicht al dente“ und „Knetmasse nach einem heißen Sommertag im Auto“.

    Geschmacklich? Dezent. Also wirklich dezent.

    Also so dezent, dass ich mich fragte, ob es sich vielleicht nur um ein sehr realistisches Essensmodell aus Plastik handelt.

    Aber dann kam sie, die Bratensoße.

    Die Soße war da. Und sie meinte es ernst. Dunkelbraun, glänzend, mit einer Konsistenz, die irgendwo zwischen Glibber und Geheimwaffe schwankte.

    Geschmacklich erinnerte sie mich an ein Lagerfeuer, das man mit Brühwürfeln gelöscht hat – rauchig, salzig, unergründlich.

    Geschmacklich wie ein warmer Händedruck vom Hausmeister – ehrlich, kräftig und ein bisschen salzig.

    Ich bin mir nicht wirklich unsicher, ob es Braten in dieser Soße gab. Vielleicht war es auch einfach nur flüssiger Fleischersatz, ein wenig Karamell und ein Schuss Hoffnung.

    Aber hey – sie hat den Job gemacht.

    Sie hat die Spätzle zusammengehalten wie das letzte Pflaster bei einer Gruppenarbeit.

    Und was bleibt?

    Der Sattmacher füllt dich, es hält dich, es begleitet dich emotional durch den Nachmittag – inklusive Verdauungskoma und leichtem Selbsthass.

    Aber verdammt nochmal: Ich bin satt. Und das für weniger als den Preis eines Coffee-to-go.


    Empfohlen für:

    – Studis mit leerem Portemonnaie

    – Feinschmecker mit Humor

    Nicht empfohlen für:

    – Menschen mit Geschmackssinn

    – Schwaben, die ihre Oma noch selbst Spätzle machen lassen

  • Seelachs mit Basilikumsauce, Karotten, Fenchel und Salzkartoffeln

    € 5,10  |  7,40  |  9,70 | 22.05.2025


    Leute. Ich sag’s, wie’s ist:

    Lange habe ich auf dieses Gericht gewartet. Erste Zweifel an meinen bisherigen Mensa-Reviews keimten auf – war ich zu streng, zu hungrig, zu idealistisch?

    Die Stimmen meiner unersättlichen Abonnenten wurden lauter:

    „Wann kommt endlich ein Top10-Gericht?

    Und jetzt, endlich, war es so weit – das Warten hat sich gelohnt.

    Wie ein Date mit Geschmack: harmonisch, hübsch und genau richtig portioniert.

    Wo fangen wir bloß an, Freunde der Sonne?

    Seelachs:

    Saftig. Zart. Und so gut gegart, dass sogar meine Oma sagen würde: „Den hätte ich auch nicht besser hinbekommen“ – und das ist die Frau, die beim Fisch die Gräten einzeln massiert.

    Und so schnell landet man in der Gourmet-Liga der Mensa-Küche & lässt Glauben an Mensa-Kulinarik wiederbeleben.

    Basilikumsauce:

    WAS für ein Ding! Frisch, würzig, leicht – als hätte jemand Pesto in die Champions League geschickt. Die Sauce hat dem Fisch den romantischen Tanzpartner gegeben, den er verdient. Ich hab fast geklatscht.

    So gut, ich hab den Seelachs fast gefragt, ob wir beste Freunde werden.

    Karotten und Fenchel:

    Das Gemüse? Nicht totgekocht, sondern knackig und aromatisch. Der Fenchel hatte so viel Charakter, ich hätte fast ein Bewerbungsgespräch mit ihm geführt.

    Mensa-Wunder?

    Eher Mensa-Magie!

    Salzkartoffeln:

    Klassisch, nicht zu salzig, aber perfekt, um die Sauce aufzusaugen wie ein akademisch überambitionierter Schwamm. Gerne nächstes mal einen Tick kleiner schneiden, wobei die Gabel auf dem Tablett braucht ja auch was zu tun!

    Service:

    Freundlich wie immer – und ich schwöre, die Mensa-Frau hat mir zugenickt, als wüsste sie, dass ich heute was Besonderes erwische.


    Würde ich das Gericht nochmals essen?

    Definitiv!

    Kann ich das Gericht jedem empfehlen?

    Definitiv

    Teil meiner Top10-Mensa Gerichte aller Zeiten?

    Definitiv

    Also Leute, was gibst da noch zu sagen? Holt euch den Aal und her mit euren Kommentaren!


    Wer sagt, man kann in der Mensa nicht gut essen, hat diesen Fisch nie kennengelernt. Und wahrscheinlich auch nie einen Fenchel umarmt.

    Bon Appétit, Studi-Freunde! 😎🐟🍃

  • Samosas – gefüllte Teigtaschen auf indischem Salat mit Joghurt-Dip

    € 4,10  |  5,95  |  7,80 | 21.05.2025


    Heute in der Mensa:

    „Erasmus in Indien, aber Salat hat den Flug verpasst.”

    Eine bunte Mischung aus Straßenimbiss-Charme und Mensa-Magie

    Fünf goldbraune Samosas lagen da wie frisch aus dem Semester in Neu-Delhi zurückgekehrt. 

    Die Samosas kamen knusprig daher mit einer würzigen Füllung, die so viel Charakter hatte, dass ich kurz überlegt habe, sie in meine Lerngruppe aufzunehmen.

    Mit jedem Biss ein kleines Bollywood-Musical auf der Zunge: Drama, Würze, ein Happy End.

    Der indische Salat – nunja, nennen wir es mal beim Namen:

    Das war ein ganz normaler Beilagensalat mit wohl falschem Pass.

    Wenig Gewürz, kein Koriander, keine Spur von Indien – vielleicht hat er einfach ein Auslandssemester gemacht und behauptet jetzt, er sei international.

    Geschmacklich okay, aber enttäuschend für alle, die auf eine Bollywood-Beilage gehofft hatten.

    Der Joghurt-Dip?

    Der war die diplomatische Lösung für alle, die beim Essen normalerweise „mittel scharf“ ankreuzen – kühl, cremig, und so beruhigend wie ein Tutor, der sagt: „Das wird schon.“


    Ein echter Samosa-Superstar auf Beilagen-Bachelor-Niveau.

    Teigtaschen: top! Salat: meh.

    Dip: Diplomarbeit mit Auszeichnung.


    Gerne wieder – aber beim nächsten Mal vielleicht den Salat entweder richtig indisch oder ehrlich langweilig nennen.

    So war’s eher:

    “Samosa mit ICE nach Indien, aber Salat ist in Fulda ausgestiegen.”

  • Hausgemachte Pasta mit Spargel, Tomate, Rucola und Pinienkernen

    € 4,25  |  6,20  |  8,10 | 20.05.2025


    Seid gegrüßt Freunde der Sonne, angepasst zur Jahreszeit gab es heute eine leichte Pasta!

    – oder wie ich lieber sagen würde: Sommerliche Trockenlandschaft mit Deko

    Ihr schaut richtig Freunde, das sind echte Pinienkerne!

    Doch das positive zuerst:

    Die Pinienkerne! Goldbraun geröstet, leicht nussig, crunchy – ein seltenes Highlight auf dem Mensateller, fast so kostbar wie ein freies Waschbecken in der WG-Küche.

    Wer auch immer sich dafür verantwortlich fühlt, möge bitte befördert werden. Oder zumindest öfter kochen in der Mensa!

    Das Gemüse zudem war übrigens aus nicht von allzu schlechtem Hause:

    • Tomaten waren frisch und aromatisch, sogar leicht süßlich im Geschmack
    • Rucola brachte eine angenehme bitte Schärfe, fast wie ein freundlicher Gruß vom Frühling

    – und wenn man Glück hatte so fand man auch 2-3 Spargelschnitten in den Tiefen des Pastatellers!

    Pinienkerne so wie früher die PowerPoint Animationen – unnötig, aber irgendwie geil. 

    Ah, und die Pasta selbst – Chapeau!

    Die Konsistenz war tatsächlich richtig gut getroffen: al dente, nicht matschig, nicht zäh, sondern genau dazwischen, wo man sich als Nudelfan wohlig zu Hause fühlt.

    Aber dann… oh, die Soße.

    Oder besser gesagt: das kryptische Fehlen derselben.

    Die Pasta war so trocken, dass ich kurz überlegte, ob ich mir beim Kauen Sand ins Getriebe geholt habe.

    Der Spargel – ambitioniert, aber hartnäckig bissfest wie ein WG-Mitbewohner, der nicht auszieht.

    Einzig und allein die Tomaten und der Rucola bemühten sich um Frische, aber ohne Soße blieb‘s ein kulinarisches Trockenexperiment.

    Was nehmen wir mit?


    Ein echtes Grundgerüst mit Potenzial – wenn da noch etwas Soßenschub dazu käme, wären wir hier auf dem besten Weg zur Mensa-Michelin-Kandidatur.