€ 4,30 | 6,25 | 8,20 | 10.11.2025
Ich gebe es zu: Ich hatte Hoffnung.
Der Name klang ambitioniert – fast schon poetisch. „Fruchtige Currysoße“, „Mandel-Reis“, „vegane Gemüsefrikadellen“ – das hätte auch auf einer hippen Speisekarte in Berlin-Mitte stehen können.
Nur dass hier eben keine 14 Euro dafür verlangt wurden, sondern ein Mensa-Tablett und etwas Mut.

Ein Teller zwischen Hoffnung, Curry und Colgate.
Der Mandel–Reis war tatsächlich das Highlight des Tellers. Schön locker, angenehm nussig – man merkte, dass er einfach seine Aufgabe kannte: unauffällig gut sein.
Der Reis? Ein typischer Nebencharakter, der alles richtig macht, aber nie Applaus bekommt.
Die Gemüsefrikadellen hingegen waren okay, aber ein wenig trocken. Nicht katastrophal, aber so, dass man sich beim Kauen fragte, ob man vielleicht doch hätte Suppe nehmen sollen. Der Geschmack war solide, das Mundgefühl leicht sandig.
Frikadellen waren so, als hätte man ein Stück Hoffnung in der Sonne liegen lassen.
Und dann kam die Currysoße.
Diese Soße war … ein Erlebnis. Und nicht in dem Sinne, dass man es jemandem weiterempfehlen möchte. Fruchtig? Ja, ein bisschen. Salzig? Auf jeden Fall. Aber dazwischen versteckte sich eine merkwürdige Frische, die stark an Zahnpasta erinnerte.
Es war, als hätte jemand Mango, Salz und Mundwasser in den Mixer geworfen und gesagt: „Das ist jetzt Kunst.“
Man schmeckte förmlich den Versuch, kreativ zu sein – nur leider hat die Soße wohl den gleichen Geschmackstest bestanden wie Zahnpasta mit Orangensaft. Nach dem dritten Bissen wusste ich nicht mehr, ob ich gerade esse oder Zähne putze.
Und was bleibt als Fazit?
Ein Gericht, das man nicht hasst, aber das man auch keinem Freund empfehlen würde – außer vielleicht, wenn man ihn ärgern möchte.
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