Hausgemachte Pasta mit Rauke, Pecorino und Pinienkernen

€ 4,95  |  7,20  |  9,45 | 03.07.2025


Ich hatte eigentlich Lust auf das vegane Tikka Masala – doch das war um 12:30 Uhr schon ausverkauft. (RIP.)

Also Plan B: „Hausgemachte Pasta mit Rauke, Pecorino und Pinienkernen“. Klang edel. Dachte: Wie schlimm kann’s sein?

Nun ja.

Eine neue Dimension von: Wenn man vor lauter Bäume die Pasta nicht mehr sieht.

Vielleicht zuerst das Positive:

Hausgemacht soll sie sein, die Pasta. Klingt erst mal vielversprechend – „hausgemacht“ suggeriert Liebe, Handarbeit und irgendwie auch italienische Nonna-Vibes.

In der Realität: leider eher „hausgemacht in Eile“.

Die Nudeln waren nicht schlecht, keine Frage. Aber sie waren auch nicht besonders gut. Es war halt… Pasta. Der Teig an sich okay, Konsistenz im soliden Mensa-Mittelmaß – aber komplett verloren im Chaos drumherum.

Es war, als hätten sie aufgegeben.

Der Teller bestand aus diesem bittergrünen Laub, das mich an meine Kindheit erinnerte – als ich mal aus Trotz Gras gegessen hab.

Die Rauke (aka Rucola für Leute mit Lateinkenntnissen) war gefühlte 80 % des Tellers. Die Pasta war kaum noch sichtbar – die Rauke war nicht nur Deko – sie war DIE Zutat. Bitter, herb, präsent.

Wer Grünzeug liebt, wird hier sehr, sehr glücklich. Wer Pasta bestellt hat… wird suchen müssen.

Pasta lag traurig und schüchtern unter einem Berg von Rauke, haben kaum noch durchgeatmet, geschweige denn geschmeckt.

Und noch was:

Man freut sich ja, wenn die Mensa sich an teure Zutaten traut – Pinienkerne sind nun mal Luxus im Unialltag. Aber diese hier hatten offenbar ein längeres Date mit der Bratpfanne. Und das war keine gesunde Beziehung

Crunchy, aber auf eine Art, die mich an meinen kaputten Toaster erinnert hat.

Und zum Schluss noch das Öl.

Geschmacklich den Rest komplett überlagert – als hätte jemand versucht, mit Olivenöl das Gericht zu retten… oder einfach vergessen, wann man aufhören sollte.

Es war kein fein abgestimmtes Tröpfchen zur Abrundung – es war ein richtiger Schuss, mit Anlauf. Mein Gaumen war irgendwann einfach nur noch ölig überfordert.


Für 4,95 € hatte ich mir ehrlich gesagt mehr erwartet – mehr Pasta, mehr Ausgewogenheit, weniger Öl.

Insgesamt eher ein grüner Ausrutscher als ein gelungenes Mensa-Erlebnis.

Ich bin satt geworden – aber nicht glücklich.

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