€ 4,00 | 5,80 | 7,60 | 02.07.2025
Ich gebe es ehrlich zu: Als ich „Kuru Fasulye – Türkischer Bohneneintopf mit Baguette“ auf dem Plan sah, hatte ich direkt einen Flashback.
Letztes Mal klang’s kulinarisch nach Orient, schmeckte aber eher wie ein hastig zusammengewürfelter WG-Katerfrühstücksversuch: Gewürzlevel „ungefährlich“, Baguette „französisch im Exil“, Gesamtgefühl „naja, war halt warm“.
Aber dieses Mal? BAM.

🍛 Bohnen mit Backstory
Der Eintopf war dieses Mal tatsächlich gewürzt!
Also nicht nur symbolisch mit einem Hauch von Salz, sondern richtig – da hat jemand Kreuzkümmel, Paprika und vermutlich sogar Mut verwendet. Es war, als hätten die Bohnen sich in einem türkischen Hammam aufgepeppt, sich neue Klamotten angezogen und gesagt: Alles oder nix!
🫓 Von Baguette keine Spur – und das ist auch gut so
Statt dem im Titel angekündigten Baguette (Spoiler: war nie eine echte Bereicherung), gab’s ein weiches, dickeres Chapati-Brot, das sich geschmacklich perfekt mit dem Eintopf vermählt hat.
Also ganz ehrlich: Wenn das Chapati eine Person wäre, würde ich’s daten. Es war warm, weich, verlässlich – alles, was mir mein Studium nicht bietet.
🥣 Der Joghurtklecks – der heimliche Held
Und dann… der Joghurtklecks.
Mitten ins Gericht platziert wie ein übermotivierter Ersti auf der ersten Uniparty: Erst irritierend – dann unverzichtbar.
Der leichte, frische Kontrast zur würzigen Bohne war genau das, was das Gericht gebraucht hat.
Und was war nicht so gut?
Beim Essen gabs heute nichts hinzuzufügen, außer Salz und Pfeffer – für unsere übermotivierten Erstis, die sogar dem Joghurt noch ein Feedback geben wollen.
Einzig der Eintopf + Joghurt + fluffiges Chapati stellten eine echte Herausforderung für Menschen mit normal entwickelter Feinmotorik dar.
Aber was soll‘s!
Definitiv kein Gericht fürs Vorstellungsgespräch-Outfit. Kleckern vorprogrammiert, aber es war’s wert.
Die Mensa hat geliefert. Und zwar nicht nur Essen, sondern Entwicklung, Charakterbogen und ein Happy End.
Bitte, liebes Mensa-Team: Lasst dieses Rezept nicht in irgendeiner Excel-Tabelle verschwinden. Holt es regelmäßig zurück. Druckt es euch auf Schürzen. Gebt ihm einen eigenen Feiertag.
Es war wirklich richtig gut.
Von einer halbherzigen Bohnenpampe zum echten All-Time-Mensa-Hit – Kuru Fasulye hat sich gemacht.
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