€ 4,20 | 6,10 | 8,00 | 25.06.2025
Heute auf dem Speiseplan: Paella mit veganem Hähnchen – klingt erstmal wie ein Kochduell zwischen Spanien und dem Bio-Markt ums Eck!

🍚 Der Reis
Der Reis war herrlich locker – kein klebriges Drama, keine klumpigen Brocken, die sich als Risotto verkleiden wollten. Einfach solider Paella-Reis, gut gewürzt, mit dieser typischen leicht mediterranen Note.
Als hätte er kurz vor dem Servieren noch einmal „Vamos!“ gerufen und wäre dann in den Teller gesprungen.
🟢 Das Gemüse
Erbsen, Paprika, getrocknete Tomaten – ein bunter Mix, so lebendig wie ein Erasmus-Wohnheim kurz vor Mitternacht. Die Paprika war angenehm bissfest, nicht totgekocht, die Erbsen knackig und die Tomaten eine geschmackliche Wucht – fast schon zu fancy für unsere Mensa-Verhältnisse. Ich meine, getrocknete Tomaten? In der Mensa? Was kommt als Nächstes – Basilikum mit Studiengebühren?
Es kam der erste Bissen – und der war so überraschend positiv, dass ich kurz das Gefühl hatte, irgendwo zwischen Barcelona und Berlin-Mitte zu sitzen.
🌱 Veganes Hähnchen
Jetzt zum Star des Tages: dem veganen Hähnchen. Oder wie ich es jetzt liebevoll nenne: Tofu mit Identitätskrise.
Aber ehrlich: Es war überraschend gut! Die Konsistenz hat überzeugt – nicht zu gummiartig, nicht zu weich, keine mysteriöse Soja-Explosion im Mund. Es erinnerte tatsächlich an Hühnchen, nur ohne Federn, Tierleid und die moralischen Gewissensbisse nach dem Essen. Kurz gesagt: Das war kein Notnagel, das war ein echter Bestandteil der Mahlzeit.
🧂 Würzung & Geschmack
Mit dem passenden Einsatz von Salz und Pfeffer, wurde das Ganze geschmacklich richtig rund.
Nur ein kleiner Kritikpunkt:
Eine Joghurt- oder Zitronen-Kräutersoße hätte dem Gericht noch den gewissen Kick gegeben – ein bisschen Frische, ein bisschen Cremigkeit, vielleicht sogar ein bisschen Mensa-Michelin-Flair. Aber hey, man kann nicht alles haben.
Sonst würde ich mich ja jeden Tag freiwillig für die Essenslinie anstellen.
Ein Gericht, das nicht nur satt, sondern auch zufrieden macht – und das ohne tierische Kompromisse.
Bitte öfter servieren – und keine Angst, ich bring Salz und Pfeffer auch selbst mit.
(Möglicherweise auch eine Mini-Joghurtsoße in der Manteltasche. Man weiß ja nie.)
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