Makkaroni mit Tomaten-Mango-Belugalinsenragout

€ 3,40  |  4,95  |  6,50 | 16.06.2025


Heute gab’s in der Mensa „Makkaroni mit Tomaten-Mango-Belugalinsenragout“ – wobei „Makkaroni“ wohl im Zeugenschutzprogramm unter dem Namen Farfalle laufen?!

Willkommen zu einem kulinarischen Erlebnis zwischen Nudelsurprise und Linsen-Wellnessbecken.

Die Mango hat abgesagt, die Tomate hat sich gehäutet, und die Linsen… sind einfach so.“

Und so steht man in der Mensa, schaut auf sein Tablett und fragt sich, wann genau Makkaroni angefangen haben, Flügel zu tragen und sich als Farfalle auszugeben.

Die Farfalle – formschön wie immer, aber leicht überfordert von ihrer eigenen Bestimmung.

Zugegeben, sie waren nicht verkocht, was bei Mensanudeln schon fast als Auszeichnung gilt. Aber geschmacklich? Ein bisschen wie das weiße Hemd nach dem ersten Waschen – rein, aber ohne jegliches Profil.

Sie lagen da, leicht klebrig, als wollten sie sich gegenseitig festhalten, um gemeinsam diese Soße zu überstehen. Heroisch.

Ein Erlebnis irgendwo zwischen „vegetarische Träumerei“ und „war halt da“. Dafür gibt’s einen warmen Händedruck und den Trost, dass Nachtisch ja auch noch existiert.

Die Belugalinsen hätten das Rückgrat des Gerichts sein können – waren aber eher das Rückgrat einer sehr traurigen Qualle.

Sie schwammen in einem Pool aus Wasser, das vermutlich einst Mango und Tomate gekannt hat.

Gewürzt waren sie wie ein Studenten-WG-Kühlschrank am Monatsende: gar nicht.

Die Konsistenz war irgendwo zwischen „al dente“ und „war das mal ein Getränk?“.

Ein Linsensalat ohne Meinung, ohne Richtung, aber mit jeder Menge Feuchtigkeit.

Ein Essen wie ein WG-Mitbewohner im dritten Semester: leicht überfordert, ungewürzt, aber irgendwie sympathisch. Man isst’s, man lacht – und geht danach noch schnell zur Pommes-Theke.

Besonders bemerkenswert: vereinzelte Tomatenhülsen, die wie Requisiten eines schlechten Kostümballs wirkten.

Sie lagen da, wie entkernte Überreste eines besseren Lebens – leicht zäh, ein bisschen traurig, aber irgendwie charmant in ihrer Nutzlosigkeit.

Die Mango? Vielleicht war sie metaphorisch gemeint. Oder im selben Topf, bevor jemand sagte: „Ups, doch lieber raus damit.“


Dieses Gericht war wie ein Blind Date mit gutem Profilbild: Die Beschreibung klang aufregend, exotisch, ein bisschen verrückt – doch was auf dem Teller landete, war eher „nette Persönlichkeit“.

Die Farfalle bemüht, die Linsen emotional noch nicht ganz bereit, und die Tomatenhülsen… vielleicht einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.

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