Süßkartoffel-Gnocchi auf buntem Gemüse mit fruchtiger Kokossoße

€ 3,70  |  5,40  |  7,05 | 11.06.2025


Heute ging’s exotisch zu in der Mensa:

Süßkartoffel-Gnocchi, buntes Gemüse, fruchtige Kokossoße – klang, als hätte das Gericht einen Kurzurlaub in Thailand gemacht und sich dann spontan fürs Lehramtsstudium entschieden.

Ich war neugierig und hungrig, eine gefährliche Kombination.

War’s ein Essen?
War’s ein Snack?
Ich weiß es nicht – aber ich würd’s wieder tun.

Erster Eindruck: hübsch!

Farbenfroh, dampfend, leicht duftend nach Kokos und Hoffnung. Das Gemüse machte einen munteren Eindruck – als wären Zucchini, Paprika und Karotte zusammen zum Yoga gegangen und hätten sich auf innere Ausgeglichenheit geeinigt. Sehr nett.

Die Gnocchi?

Wow – echt lecker! Nicht so sehr Süßkartoffelig im Geschmack, aber dafür leicht knautschig und mit einer dezenten Süße, die sich nicht in den Vordergrund drängte, sondern einfach charmant da war.

Man hatte beim Kauen dieses angenehme „Ich-bin-noch-da“-Gefühl, was bei Mensa-Gnocchi durchaus keine Selbstverständlichkeit ist. Keine Spur von gummiartiger Traurigkeit – stattdessen angenehm flauschig mit zartem Biss. Ein bisschen wie kleine, süßliche Wolken mit Charakter.

So wie dieser eine Kommilitone, der nie was sagt, aber immer die besten Noten hat.

Und sonst dazu?

Die Kokossoße war fruchtig, wie versprochen – ein Hauch von Mango? Ananas?

Irgendwas Tropisches jedenfalls, das mit dem Gemüse Händchen hielt und dabei freundlich „Namaste“ sagte. Insgesamt eine schöne Kombination, bei der man kurz vergaß, dass man eigentlich zwischen zwei Vorlesungen in einer überfüllten Mensa sitzt.

Das bunte Gemüse war größtenteils auf den Punkt gegart – nicht zu labberig, nicht zu roh. Zucchini mit noch erkennbarem Biss, Karotten leicht knackig, Paprika leicht weich, aber nicht traurig.

Man merkte: Das Gemüse wollte, dass es auffällt – hat’s aber trotzdem nicht übertrieben. Alles in allem: gute Balance, aber ein Tick mehr Röstaroma oder Würze hätte das Ganze noch vom „gut“ ins „richtig gut“ katapultiert.

Wie nennt man es, wenn die Gnocchi perfekt sind, aber man danach trotzdem hungrig ist:

Kulinarische Friendzone.

Die traurige Erkenntnis:

Nach dem letzten Bissen Gnocchi war ich zwar glücklich – aber auch noch ein bisschen hungrig. Nicht „ich geh nochmal zur Theke“-hungrig, sondern eher „Ich könnte jetzt noch einen halben Döner nachlegen“-hungrig.

Das Gericht war lecker, aber irgendwie zu leicht für den Studienalltag.

Für ein Snack-Date top – fürs Kantinen-Koma zu wenig.


Und so bleibst dabei:

Lecker, liebevoll gemacht und schön fürs Auge – aber eher ein Snack als eine Mahlzeit.

Geschmack: top, Sättigungsfaktor: eher low-carb auf emotionaler Ebene.

Mehr Gnocchi, mehr Glück!

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