Hähnchenschnitzel im Knusper-Kürbismantel mit Frankfurter Grüner Soße & Kartoffelbällchen

€ 5,05  |  7,35  |  9,60 | 04.06.2025


Es gibt Tage, da geht man in die Mensa, schaut auf den Speiseplan und denkt sich: „Na gut, heute eben wieder Nudeln mit Irgendwas.“

Und dann – BAM! – steht da plötzlich „Hähnchenschnitzel im Knusperkürbismantel“ auf dem Plan, als hätte jemand Tim Mälzer und eine Herbstdeko kollidieren lassen.

Was klingt wie das kulinarische Ergebnis eines betrunkenen Kürbisfestes, entpuppt sich als ein Gericht, das nicht nur satt macht, sondern auch emotional umarmt.

So viel Frittiertes auf einem Teller – ich nenne es: knusprige Vollbeschäftigung.

Wo soll ich nur anfangen?

Dieses Hähnchenschnitzel hat sich nicht einfach mit einer 08/15-Semmelbröselpanade begnügt – nein, es hat sich in einen Kürbismantel geschmissen.

Jeder Biss klang wie eine kleine Applausrunde für die Mensaküche.

Außen golden, leicht karamellisiert, mit einem herbstlich-nussigen Aroma, das definitiv nach mehr schmeckte. Man könnte fast meinen, das Schnitzel war kurz mit einem Kürbis im Spa, bevor es auf unseren Teller durfte.

Das Innenleben: zart, saftig, durchgegart, ohne trocken zu sein – ein Kunststück, das in Großküchen ungefähr so oft vorkommt wie ein funktionierender Beamer in einem Hörsaal.

Das Zusammenspiel mit der knusprigen Kürbiskruste war wirklich bemerkenswert.

Und obwohl alles frittiert war, hatte man das Gefühl, hier wurde mit Verstand frittiert – nicht fetttriefend, sondern aromatisch und auf den Punkt.

Wenn dieses Schnitzel ein Mensch wäre, würde man es sofort zum WG-Kochen einladen.

Was gab es dazu?

Dazu dann die Frankfurter Grüne Soße – eine legendäre Kräuterorgie, die nicht nur hessische Seelen aufblühen lässt. Sie war cremig, nicht zu dominant, mit genau der richtigen Kräuterschärfe. Wer denkt, grün sei keine Geschmacksrichtung, hat diese Soße noch nicht probiert.

Die Kartoffelbällchen?

Klar, frittiert und rund wie das Mensa-Leben selbst.

Knusprig außen, weich innen – so wie man sich emotional nach der Statistikvorlesung fühlt.

Was kann man da noch verbessern?

Etwas Gemüse hätte dem Teller optisch und moralisch gut getan – ein kleiner Salat oder ein paar Brokkoli-Röschen, um das schlechte Gewissen zu beruhigen.


Das war heute kein einfacher Sattmacher, sondern ein Highlight, das sogar dem skeptischen Mensa-Stammgast ein anerkennendes Nicken entlockt.

Vielleicht nicht das Diätgericht der Woche, aber ganz sicher ein kulinarisches Trostpflaster, das man mit einem zufriedenen Grinsen aus der Mensa trägt.



Ein Gericht, das locker in die Top 10 der Mensa-Allstars gehört – und wenn man danach ein kleines Verdauungsschläfchen einlegt, sei es euch gegönnt.

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